„Wir sind für unsere zukünftigen Kollegen und Kolleginnen da.“ – Die Erste Theologische Prüfung ist geschafft!

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Die Erste Theologische Prüfung, ein Karussell voll von Themen und Emotionen.
Heute haben die Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten ihre letzten mündlichen Prüfungen in den Fächern Systematische Theologie und Altes Testament absolviert. Und: Wir sind alle unglaublich stolz auf sie. Pünktlich zu Beginn der Prüfungen kam an diesem Tag die Sonne raus: Einen schöneren Prüfungseinstieg konnte es heute nicht geben.

Alle sind überglücklich, dass sie es jetzt geschafft haben. Viele Monate intensiver Arbeit liegen hinter ihnen. Einige haben im Aufenthaltsraum darüber gesprochen, was sie nach der Prüfung alles machen wollen: Entspannen, ein Buch lesen, in die Badewanne gehen, einfach nur Musik hören, Freunde treffen und den eigenen Hobbys wieder mehr Aufmerksamkeit schenken. Die Liste ist unzählig lang . Für Außenstehende klingt das möglicherweise alles ganz banal. Aber wer so eine intensive, lernreiche Zeit der Vorbereitung durchgemacht hat, sieht das ganz anders und kann sich an diesen kleinen Dingen des Lebens erfreuen.

Vor den Prüfungsräumen waren neben den Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten drei Vikarinnen anwesend. Ich habe mit Vikarin Katharina Ende gesprochen, die ihr Vikariat in der Evangelischen Kirchengemeinde Boxhagen-Stralau absolviert. Sie hat diese ausgezeichnete Initiative ins Leben gerufen. Daher danken wir ihr an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für ihre brillante Idee und ihr Engagement.

Ich habe sie gefragt, was der Auslöser für ihre Initiative war, die Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten während der mündlichen Prüfungen zu begleiten. Dazu erzählte sie mir, dass sie im letzten Jahr in der Bibliothek der Theologischen Fakultät mit einer Examenslerngruppe ins Gespräch gekommen ist. Die Studentinnen und Studenten erzählten ihr von ihren Ängsten, die ein Examen so mit sich bringt.

Vor allem äußerten sie den Wunsch, während der mündlichen Prüfungen moralischen Beistand von neutralen Personen zu haben.

Vor allem äußerten sie den Wunsch, während der mündlichen Prüfungen moralischen Beistand von neutralen Personen zu haben, die nicht im Prüfungsgeschehen involviert sind. Dabei erinnerte sich Katharina an die Zeit ihrer eigenen mündlichen Prüfungen im Rahmen des Ersten Theologischen Examens. Die Prüfungssituation ihrer mündlichen Prüfungen hat sie in nicht so guter Erinnerung, denn sie hätte sich neutrale Personen gewünscht, die ihr und den anderen zur Seite stehen.

Sie erzählte mir, dass die Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten durch die Aufregung eher mit sich selbst beschäftigt und angespannt waren. Es gab also für die Studierenden vor den mündlichen Prüfungen kaum Raum, mit Personen zu sprechen, um sich abzulenken oder einfach nur das Gefühl zu haben, nicht allein zu sein.

Das war der Auslöser für die Idee, in der Ausbildungsabteilung die Anfrage zu stellen, ob es möglich sei, die mündlichen Prüfungen mit Vikarinnen und Vikaren zu begleiten. Diese Anfrage wurde sehr dankbar angenommen. Katharina sagte mir, sie sehe das als einen seelsorgerischen Auftrag an. Es sei ja auch ihr zukünftiger Beruf. Sie möchte damit bei den Studierenden ein Zeichen setzen und zeigen:

Wir sind für unsere zukünftigen Kolleginnen und Kollegen da.

Wir sind für unsere zukünftigen Kolleginnen und Kollegen da und ein starke Gemeinschaft, die sich trägt. Neben den Vikarinnen muss an dieser Stelle noch Frau Gesa Kuhn erwähnt werden. Sie ist in der Ausbildungsabteilung 4 für die Organisation und Betreuung der Ersten Theologischen Prüfung zuständig.

Frau Kuhn haben die Studierenden die sehr gute Organisation zu verdanken.

Ihr haben die Studierenden die sehr gute Organisation zu verdanken. Außerdem hat Frau Kuhn auch für das leibliche Wohl und die Getränke während der mündlichen Prüfungen gesorgt. Aber nicht nur das: Sie kümmerte sich die ganze Zeit sehr liebevoll um die aufgeregten Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten. Bei jeder mündlichen Prüfung fieberte sie mit und freute sich mit den Studierenden über die erfolgreich absolvierten Prüfungen und war traurig mit denen, die eine Prüfung nicht bestanden haben. Für die Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten war sie eine sehr angenehme Gesprächspartnerin, die sehr viel Ruhe und Warmherzigkeit ausstrahlte. Es ist wunderbar, von der eigenen Ausbildungsabteilung so intensiv und gut betreut zu werden.

Für mich persönlich waren die Tage der Prüfungsbegleitung im Konsistorium sehr bereichernd.

Dieser dritte Tag im Rahmen der Ersten Theologischen Prüfung vor dem Prüfungsamt der EKBO wurde begleitet und hier dokumentiert von

Bianca Krüger

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