„Wir sind das Wittenberger Dreigestirn ­čśç­čśç­čśç. #dnkgtt“, schreibt Joris seinen zuk├╝nftigen Kolleginnen. Alle drei hatten sie vom Landeskirchenamt Post bekommen. Bis zum Vikariatsbeginn sind es noch genau f├╝nf Monate, bis zu den m├╝ndlichen Examenspr├╝fungen allerdings nur noch vier Wochen.

Carina, Isabell und Joris sind happy. Alle drei haben sie eine Zusage ihrer Landeskirche bekommen, dass sie zum 1. September ihr Vikariat beginnen k├Ânnen. „Wir sind das Wittenberger Dreigestirn ­čśç­čśç­čśç. #dnkgtt“, schreibt Joris seinen zuk├╝nftigen Kolleginnen. Alle drei hatten sie vom Landeskirchenamt Post bekommen. Bis zum Vikariatsbeginn sind es noch genau f├╝nf Monate, bis zu den m├╝ndlichen Examenspr├╝fungen allerdings nur noch vier Wochen.

Vier Wochen Gelerntes wiederholen, Pr├╝fungen simulieren, neue Mindmaps malen und letzte Exzerpte austauschen, Strukturkarten sortieren, Stichw├Ârter auf Post-Its schreiben und in der Wohnung verteilen. Insgesamt sind sie optimistisch. Trotzdem ├╝berkommen sie abwechselnd immer wieder kleinere und gr├Â├čere Panikattacken. Sie versuchen sich abzulenken, fahren f├╝r ein Wochenende an die Ostsee, probieren abends Rezepte aus: mal asiatisch mit Carinas Wok, mal Suppen aus Joris‘ Thermomix. Isabell ist f├╝r den Nachtisch zust├Ąndig. An solchen Abenden nehmen sie sich immer vor, wieder ├Âfter gemeinsam joggen zu gehen. W├Ąhrend der Examensvorbereitung haben alle f├╝nf Kilo zugenommen.

Vier Wochen sp├Ąter ist es dann soweit. Carina, Isabell und Joris treten zu ihren m├╝ndlichen Examenspr├╝fungen an. Sie bestehen alle Fachpr├╝fungen. Auch wenn es f├╝r Carina in der AT-Pr├╝fung noch einmal eng wird. Denn es stellt sich heraus, dass ihre Klausur mit „mangelhaft“ bewertet wurde.

F├╝r einen kurzen Moment will sie ihr Examen abbrechen, weil sie sich nicht zutraut, dass sie die schlechte Klausurnote mit der m├╝ndlichen Pr├╝fung ausgleicht.

F├╝r einen kurzen Moment will sie ihr Examen abbrechen, weil sie sich nicht zutraut, dass sie die schlechte Klausurnote mit der m├╝ndlichen Pr├╝fung ausgleicht. Sie muss mindestens ein „befriedigend“ schaffen. Doch sie nimmt ihren Mut zusammen, tritt zur Pr├╝fung an und bekommt ein „gut – 2,3“. Die ├ťbersetzung klappt ├╝berraschend gut und auch mit ihrem Spezialgebiet „Frauengestalten im Alten Testament“ kann sie punkten. Viel Zeit f├╝r Fragen zum ├ťberblickswissen bleibt nicht mehr. Ihr Einleitungswissen zum deuteronomistischen Geschichtswerk kann sie zum Gl├╝ck noch gut platzieren.

Zur Zeugnis├╝bergabe nehmen Carina, Isabell und Joris ihre Partner mit. Micha und Simon sind dabei. Joris‘ neuen Freund Gabriel lernen die anderen an diesem Tag zum ersten Mal kennen. „Auf uns! Watachmara!“, sto├čen die Freunde auf ihre bestandene Erste Theologische Pr├╝fung an. – „Micha und ich m├╝ssen Euch noch etwas erz├Ąhlen.“, strahlt Carina in die Runde mit ihrem leeren Glas Orangensaft in der Hand. „Wir erwarten ein Baby! Ich bin schwanger.“ Wow, alle freuen sich, wissen aber zugleich nicht so recht, was sie sagen sollen. Isabell und Joris trauen sich nicht zu fragen, ob Carina dann ab September nicht mehr dabei ist. „@caruso @michair Ich freu mich so f├╝r euch. ­čĹ╝┬á #blessed #marchbaby“, twittert Isabell noch einmal am sp├Ąten Abend. Sie hofft, dass Carina ihnen von sich aus erz├Ąhlt, was jetzt aus dem Vikariat wird.

/dk

 

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