Natürlich ist Carina aufgeregt, wenn sie an das Bewerbungsgespräch denkt. „@isi_theo @jorissimo Stellt euch vor, wir drei zusammen im Predigerseminar!🤗“, hatte Carina ihren Freunden Isabell und Joris geschrieben.

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Carina hat ihre Examensklausuren geschrieben. Sie hat ihre vorgezogene NT-Prüfung mit „gut“ bestanden und ihre wissenschaftliche Hausarbeit fristgerecht abgegeben. Jetzt bereitet sie sich auf die mündlichen Examensprüfungen vor. Und als wäre das nicht schon aufregend genug, hat sie ihre Bewerbung für das Vikariat abgegeben. Am Donnerstag findet das Bewerbungsgespräch im Landeskirchenamt statt.

Morgen will sie darum unbedingt einen Tag Lernpause einlegen. Sie hat sich vorgenommen, einen langen Spaziergang zu machen, zusammen mit ihrem Hund, den sich ihr Freund und sie nach ihrem Gemeindepraktikum zugelegt haben. Auf das Bewerbungsgespräch bereitet sie sich schon länger gedanklich vor. Immer dann, wenn sie eine Pause braucht von Grundwissen und Spezialgebieten, von Luthers Hauptschriften, Taufe bei Paulus und dem Mönchtum in der Alten Kirche. Dann überlegt sie entweder beim Joggen oder auf dem Balkon: Was hat ihr im Studium am meisten Spaß gemacht? Wie ist ihr Wunsch, ins Vikariat zu gehen, gereift? Etwas zu ihrer persönlichen Frömmigkeit würde sie im Bewerbungsgespräch auch gerne sagen. Drei Jahre arbeitet sie jetzt schon als Jugendmitarbeiterin in der Erlösergemeinde. Angefangen hatte alles damit, dass sie sporadisch an den Konfinachmittagen ausgeholfen hat. Jetzt kann sie sich ihr Leben ohne „ihre Gemeinde“ gar nicht mehr vorstellen. Das Vikariat wird für sie eine ganz schöne Umstellung werden. In jeder Hinsicht. Zumal ihr Freund Micha seit zwei Jahren am Frankfurter Flughafen arbeitet. Er wohnt direkt am Bahnhof, sodass er nur knapp vier Stunden bis zu Carina braucht. Und trotzdem haben sich die beiden noch nicht an ihre Fernbeziehung gewöhnt. Für den Rest dieser Woche hat er sich Urlaub genommen. Denn er möchte Carina, so gut er kann, unterstützen.

Natürlich ist Carina aufgeregt, wenn sie an das Bewerbungsgespräch denkt. Und sie freut sich auch darauf gefragt zu werden, warum sie Pfarrerin werden möchte und was sie sich vom Vikariat verspricht. „@isi_theo @jorissimo Vielleicht kommen wir in einen Vikariatskurs. Stellt euch vor, wir drei zusammen im Predigerseminar!🤗“, hatte Carina ihren Freunden Isabell und Joris geschrieben. Beide haben ihre Gespräche schon hinter sich und drücken Carina die Daumen.

In den einzelnen Landeskirchen wird die Aufnahme ins Vikariat unterschiedlich gehandhabt. So gibt es hier Bewerbungsgespräche und dort Auswahlverfahren oder Aufnahmeseminare. Was denkt ihr darüber, wie der Übergang vom Theologiestudium in die zweite Ausbildungsphase, den Vorbereitungsdienst, gestaltet sein sollte?

/dk

 

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