Mentor im Interview – Der Stellenwert des kirchlichen Lebens

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Mentor Daniel Feldmann
Mentor Daniel Feldmann

Mit uns spricht Daniel Feldmann, Mentor für Praktika der EKBO, darüber, was einen im Praktikum erwartet, was die
praktische Erfahrung Studierenden bedeuten kann und warum Studierende auch eine wertvolle Bereicherung für Gemeinden sein können.

Daniel Feldmann ist seit dem 01. Januar Pfarrer und amtierender Superintendent in Kyritz. Er ist als Mentor für GemeindepraktikantInnen tätig und hilft so, Einblicke in Arbeitsfeld, Berufsrolle sowie den persönlichen Alltag im Pfarrberuf zu erlangen.

Herr Feldmann, erinnern Sie sich als Mentor selbst noch gern an Ihr Gemeindepraktikum zurück?
Das mache ich wirklich sehr gerne. Ich war im Sommer 2002 Praktikant in der Evangelischen Auferstehungskirchengemeinde in Potsdam. Mein Mentor war Pfarrer Jürgen Schwochow und ich verlebte
dort eine wirklich schöne Zeit, in der ich sehr viele Einblicke in den Pfarrberuf gewinnen konnte. Mich faszinierte besonders die Vielfalt der Aufgaben und der hohe Grad der Vernetzung, angefangen vom ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland) bis zu Kontakten in die Kommunalpolitik.
Welche Erfahrungen und Lernerfolge sind für Studierende im Praktikum besonders wichtig?

Nach dem Erlernen der wissenschaftlichen Methoden im Studium geht es für mich darum, ein Gefühl für die Praxis zu bekommen. Das lässt mitunter einen ganz anderen Blick auf die Studieninhalte zu. Außerdem möchte ich den Studierenden ein positives und motivierendes Bild des Pfarrberufs mitgeben. Es kann zum Beispiel ganz toll sein, auf dem Land oder in Kleinstädten zu leben. 

Wie verläuft ein Reflexionsgespräch im Praktikum?

Ich versuche zu Praktikumsbeginn, einen festen Turnus zu verabreden. Einmal in der Woche werden Veranstaltungen nachbesprochen und neue Termine vereinbart. Für mich ist es immer sehr wertvoll, ein fachlich fundiertes Feedback zu bekommen. So kann ich mich am Ende auch selbst weiterentwickeln.

Wovon sind Studierende im Gemeindepraktikum am meisten überrascht?

Es ist bestimmt immer ein kleiner Kulturschock, von der Großstadt aufs Land zu gehen. Umso erstaunlicher ist es dann zu erleben, welchen hohen Stellenwert das kirchliche Leben auf dem Land haben kann.

Danke für das Interview. Wir wünschen Ihnen weiterhin tolle Erfahrungen als Mentor von Gemeindepraktika.

/hcb

 

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