„In einer Prüfung gab es ein paar Momente, wo alles weg war.“ – Heute haben die Studierenden das Fach Praktische Theologie erfolgreich gemeistert!

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Lý-Elisabeth Dang ist während der Prüfungstage einfach da. Sie ist seit März Vikarin in der Gemeinde Blankenfelde-Jühnsdorf im Kirchenkreis Zossen-Fläming.
Heute haben wir am Rande der mündlichen Examensprüfungen im Konsistorium der EKBO mit Lý-Elisabeth Dang gesprochen. Sie ist seit März Vikarin in der Gemeinde Blankenfelde-Jühnsdorf im Kirchenkreis Zossen-Fläming.

Bianca Krüger: Lý, warum bist du heute hier?

Lý-Elisabeth Dang: Katharina Ende hat die Idee an unseren Kurs angetragen, Kollegialität schon bei den mündlichen Prüfungen des 1. Theologischen Examens für die zukünftigen Kolleginnen und Kollegen erfahrbar werden zu lassen. Es geht um die seelsorgerliche Begleitung der Prüflinge, die natürlich ganz Unterschiedliches brauchen. Die einen wollen in Ruhe gelassen werden. Die anderen wollen nochmal ihr Einsprechthema vortragen.

Katharina war letztes Jahr schon dabei und meinte, sie versuche vor allem da zu sein, wenn die Prüflinge aus der Prüfung kommen, sodass sie dann jemanden haben, dem sie schildern können, was sie gerade erlebt haben. Wir Vikarinnen und Vikare verkörpern wiederum die, die es auch geschafft haben und können vielleicht durch unsere Präsenz etwas Mut machen.

Ich bete in Gedanken immer wieder für die verschiedenen Personen, die davor sitzen oder gerade drinnen sind.

Zudem ist eine Freundin von mir dabei. Ich bete in Gedanken immer wieder für die verschiedenen Personen, die davor sitzen oder gerade drinnen sind.

Bianca Krüger: Hast du einen guten Tipp für alle, die ihre Prüfung noch vor sich haben?

Lý-Elisabeth Dang: Es gibt Menschen, auch unter den Personen, die jetzt geprüft werden, die haben so viel Prüfungsangst, dass sie mental blockiert sind. Das Sprachzentrum läuft dann auf Sparmodus. Sie haben dann ein Black-out etc. und können ihr Wissen nicht präsentieren und verknüpfen. Und die Angst wird auch nicht kleiner, wenn man schon durchgefallen ist.

In einer Prüfung gab es ein paar Momente, wo alles weg war.

Sie sollten sich unbedingt Beratung suchen, ansonsten sollten sie nicht antreten, sondern sich erst um sich kümmern. Die Unis haben solche Angebote. Ich selbst hätte mir da auch ein paar Übungen vorher aneignen sollen, um mich etwas ruhiger zu machen. In einer Prüfung gab es ein paar Momente, wo alles weg war.

 

Am heutigen Tag begannen im Konsistorium pünktlich die mündlichen Prüfungen im Fach Praktische Theologie. Die Atmosphäre war wie gestern sehr herzlich und liebevoll. Die Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten sind in der kurzen Zeit eine starke Gemeinschaft geworden, die sich gegenseitig unterstützt, motiviert und trägt. Was für ein großes Geschenk in dieser herausfordernden Situation!

Im Gegensatz zum gestrigen Montag, an dem die Fächer Neues Testament und Kirchengeschichte geprüft wurden, wirkten die Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten heute etwas entspannter (wenn man das so sagen darf) . Das lag daran, dass heute „nur“ ein Fach geprüft wurde, was eine kleine Erleichterung darstellt.

Somit hatten die Studierenden gestern nach den zwei mündlichen Prüfungen in Kirchengeschichte und Neues Testament „etwas“ Zeit zum Durchatmen. Sie haben heute also eine kleine Gelegenheit, Kraft für die Herausforderung des morgigen Tages (Mittwoch) zu tanken. Das ist der letzte Tag! der mündlichen Prüfungen, den alle sehnlichst erwarten. Dennoch birgt auch dieser Tag eine große Herausforderung, weil die Fächer Systematische Theologie und Altes Testament geprüft werden.

Natürlich war auch heute wieder für die seelsorgerische Unterstützung gesorgt. Es waren mit Lý-Katharina Dang und Katharina Ende zwei Vikarinnen anwesend. Sie führten Gespräche mit den Studierenden und gaben wertvolle Tipps, um die Nervosität vor der mündlichen Prüfung abzubauen.

Zum Schluss muss an dieser Stelle noch eines betont werden: Die sehr gute Organisation! Dadurch konnten die Prüfungen am Montag und heute zügig hintereinander absolviert werden. Genauso wie gestern wurde auch heute wieder für das leibliche Wohl (Nervennahrung!) gesorgt. Ein liebevoll gedeckter Wagen mit Wasser, Kaffee, Gebäck und Süßigkeiten stand im Aufenthaltsraum. So hatten die Studierenden die optimalen Voraussetzungen die Prüfungen gut zu überstehen.

Ein guter Prüfungstag geht nun zu Ende. Die Studierenden kommen ihrem Ziel immer näher. Nun heißt es, noch einen Tag durchhalten, dann ist alles geschafft!

Dieser zweite Tag im Rahmen der Ersten Theologischen Prüfung vor dem Prüfungsamt der EKBO wurde begleitet und hier dokumentiert

von

Bianca Krüger

 

 

 

 

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