Henriette Labsch erhält Verdienstorden

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Henriette Labsch erhält die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Wow! Was für eine tolle Auszeichnung!

Frau Labsch setzt sich seit über 13 Jahren ehrenamtlich für Jugendliche ein. Unter anderem vertrat sie die Jugendlichen in der Landessynode der EKBO und Frau Labsch war als Delegierte der Evangelischen Jugend Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EJBO) in der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej) tätig. Zudem brachte sie die Wünsche und Vorstellungen evangelischer Jugendlicher im kinder- und jugendpolitischen Kontext in den Landesjugendring Brandenburg e.V. ein.

Für dieses Engagement erhielt sie am 05. Juni 2015 im Schloss Bellevue von Bundespräsident Joachim Gauck die Verdienstmedaille. Wir freuen uns mit und baten Frau Labsch zum Interview.

Frau Labsch erhält durch Bundespräsident Gauck die Verdienstmedaille.
Frau Labsch erhält von Bundespräsident Gauck die Verdienstmedaille.

 

  1. Sie sind Diplom-Physikerin und setzen sich seit über 13 Jahren ehrenamtlich für Jugendliche ein. Wie passt beides zusammen?

‎Wie ein gutes Puzzle. Im Studium verbringt man viel Zeit in der Bibliothek mit Büchern oder am Schreibtisch mit Übungsaufgaben oder Protokollen. Wenn man nicht grade eine Lerngruppe hat oder im Praktikum mit einem Partner zusammenarbeitet, ist die Physik schon ein sehr theorielastiges Studium mit viel Logik.

Für mich war (und ist) mein Engagement in und für die Evangelische Jugend da ein guter Gegenpol. Viele verschiedene Menschen, mit denen man sich auseinandersetzen muss und darf, verschiedene Themen und Sachverhalte die ausdiskutiert werden müssen. Und alles unterliegt einem Wandel. Während seit Newton die Gleichung F=m*a gilt, verändern sich die konkreten Wünsche, Lebensweisen und Lebensräume der Jugendlichen und jungen Menschen innerhalb von wenigen Jahren.

Kurz gesagt: Mit viel Spaß, vielen tollen Leuten ergänzt mein Engagement mein Leben als Physikerin sehr gut.

  1. Wer oder was ist für Sie „die EKBO“?

Die EKBO ist für mich das Gesamtbild und nicht nur irgendwas Symbolisches. Nun habe ich durch mein Engagement eher nur die Gremienstruktur der landeskirchlichen Ebene kennengelernt, jedoch ist die EKBO diese nicht für mich alleine. Die EKBO sind für mich die unterschiedlichen Regionen mit ihren unterschiedlichen Glaubensausprägungen, sind es die vielen Menschen, die die Kirche weiter leben lassen. Die EKBO ist nicht im letzten Jahrhundert stecken geblieben, jedoch braucht sie noch ein wenig, um in der heutigen, sich schnell verändernden Zeit an- und mitzukommen.

  1. An welchem Ort in Berlin können Sie so richtig entspannen?

In Berlin ist es die S-Bahn, die mich zurück nach Potsdam bringt.
In Potsdam ist es im Park Babelsberg im Sommer ein schattiges Plätzchen und sonst mein Balkon.

Vielen Dank für das Interview und: Herzlichen Glückwunsch!

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