Eine verrückte, spannende und sehr lehrreiche Zeit…

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Pfarrerin Susanne Brusch
Pfarrerin Susanne Brusch

Susanne Brusch ist seit Januar 2015 Pfarrerin in der Niederlausitz. Sie strahlt Elan und Lebensfreude aus: „Das Pfarramt erscheint mir wie ein abenteuerlicher Roadtrip zu den unterschiedlichsten Menschen, bei dem ich auch mir selbst und Gott immer wieder begegne.“

Mit 12 Jahren ist sie über die musikalische Jugendarbeit ihrer Heimatgemeinde mit Kirche in Kontakt gekommen. Konfirmandenunterricht, Ten Sing und Taizégebete haben sie sofort begeistert und dazu motiviert, sich zu engagieren. Es folgten Band- und Chorprojekte, erste Erfahrungen mit Seelsorge an Jugendlichen und immer wieder Fahrten nach Taizé. „Dabei fand ich es spannend zu beobachten, was unser Pfarrer so alles machte und war davon schwer beeindruckt. Das wollte ich auch!“ Sie studierte Evangelische Theologie in Göttingen und Berlin. „Studiert hatte in meiner Familie vor mir niemand, so war der Sprung ins kalte Wasser mit einigen Überraschungen verbunden. Ich habe schon ein bisschen gebraucht, um mich an das universitäre Denken und Verhalten zu gewöhnen.“, erinnert sie sich. Neben dem Studium hat sie sich immer viel in Gemeinden engagiert, Taizégebete gefeiert und in Gottesdiensten musiziert. „Nach dem ersten Examen bin ich nach Frankfurt (Oder) ins Vikariat gegangen. Gemeinde und immer wieder Blöcke im Predigerseminar Wittenberg – eine verrückte, spannende und sehr lehrreiche Zeit, die ich nicht missen möchte.“

Pfarrerinnen und Pfarrer haben die unterschiedlichsten Lebensläufe und das ist auch gut so. Jede und jeder lebt deshalb diesen Beruf auf bestimmte Weise mit eigenen Ideen und Schwerpunkten. Die verschiedenen Lebensgeschichten im Hintergrund sind ein großes Geschenk und bereichern die Kirche. „Ich denke, das ist ganz im Sinne des Erfinders.“, sagt Susanne Brusch augenzwinkernd.

Susanne Brusch steht am Beginn ihres Berufslebens als Pfarrerin. Welche drei Ratschläge hat sie an ihr 17-jähriges Ich?

  1. Mach dir keine Sorgen, irgendwo neu anzufangen. Egal wo du landest, du wirst immer die richtigen Leute um dich haben. Versprochen.
  2. Lass dich später nicht blenden von dem Gehabe älterer Semester an der Uni, die kochen auch bloß mit Wasser. Denken kannst du genauso gut.
  3. Mach den Führerschein besser jetzt. In 10 Jahren wird er dich einige Nerven mehr kosten.

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