Ascher? Wer denkt nach sechs Wochen Hebräisch-Intensivkurs noch an Zigaretten?

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Carina kommt gerade von ihrem Feriensprachkurs Hebräisch zurück. Auch nach der langen Zugfahrt kann sie ihr Glück kaum fassen. Über den Hashtag #sprachfrei hatte sie die ganzen sechs Wochen lang mit ihren Kommiliton*innen zu Hause den Kontakt gehalten. „#sprachfrei? 😉“, hatte ihr Freund am Anfang gefragt, „ist das was Gutes? Ich dachte, du lernst die Sprachen, weil du sie für dein Studium brauchst?“ „Brauch ich ja auch😉 #sprachfrei“, hatte Carina geantwortet. Nun hat sie mit Latein, Griechisch und Hebräisch ihre ersten 60 Studienpunkte zusammen.

Die Sprachen hatten es ganz schön in sich. Beim Lernen der Vokabeln und Stammformen hatte Carina des Öfteren daran gezweifelt, ob das Theologiestudium wirklich das Richtige für sie ist. Es sei eine ziemlich krasse und auch alberne Zeit mit ihrer Lerngruppe gewesen. Intensiv und die halben Nächte hatten sie sich auf die Klausuren und mündlichen Prüfungen vorbereitet. Am Ende der sechs Wochen Hebräisch-Intensivkurs hätten sie überall hebräische Wörter gesehen, sogar auf dem Abfalleimer im Innenhof der Theologischen Fakultät: „Wer denkt bei ASCHER an Zigaretten? Und wer an hebräische Relativpronomen? #sprachfrei @leo19! @vivimaus“, hatte Carina ihren Leidensgenossen getwittert. Irgendwann hatten sie auch angefangen, sich morgens mit „Watachmara!“ zu begrüßen. „Sie verpichte es mit Erdharz“ hatten sie eines Morgens 2. Mose 2,3 mit Hilfe des „Gesenius“ übersetzt. Über die bisweilen ziemlich antiquierten Ausdrücke in „Wilhelm Gesenius‘ Hebräischem und Aramäischem Handwörterbuch“ hatten sie immer wieder laut gelacht. Als Hilfsmittel und zur Erholung hatten sie sich alle die Lutherbibel 2017 als kostenlose App heruntergeladen, https://www.die-bibel.de/ueber-uns/unsere-uebersetzungen/lutherbibel-2017/die-lutherbibel-2017-als-app/.

Übers Wochenende will Carina mit ihrem Freund an die Ostsee fahren. Denn die vorlesungsfreie Zeit ist fast vorbei. In wenigen Tagen fängt Carinas drittes Semester an, #sprachfrei. Im Vorlesungsverzeichnis hat sie einige interessante Veranstaltungen gefunden. Sie will in der ersten Semesterwoche so viele Seminare wie möglich besuchen und sich dann entscheiden. Kirchengeschichte interessiert sie im Moment eigentlich am meisten. Eine Vorlesung zur „Kirchen- und Theologiegeschichte III: Reformationszeit“ möchte sie auf jeden Fall besuchen und ein Proseminar zu Luthers Predigten. „KG III? Wer noch? @lina1998 @isi_theo #sprachfrei 💓“, twittert sie.

 

Wie viele Sprachen braucht die Theologie?

  • Ohne die drei alten Sprachen kommt man in Studium und Beruf nicht zurecht. - 3
  • Ich finde, es würden z.B. auch zwei der drei alten Sprachen ausreichen. - 2
  • Wozu gibt es gute Übersetzungen? Auf das Sprachenlernen kann ich verzichten. - 1
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/dk

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