Achte die Ordnung unserer Kirche. Wahre die seelsorgliche Schweigepflicht und das Beichtgeheimnis. Hilf den Menschen, im Glauben dankbar zu leben und getröstet zu sterben. Gib keinen verloren.

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Seit knapp drei Monaten ist Carina schon nicht mehr Vikarin, sondern Pfarrerin ihrer Kirche. „Pfarrerin Carina Siebert – Wer hätte das gedacht, dass ich diesen Weg mal so geradlinig gehen würde.“, überlegt sie. Sie selbst hatte zu Beginn ihres Studiums am wenigstens damit gerechnet.

Ihren Religionslehrer aus Schulzeiten hat sie zu ihrer Ordination eingeladen. Gesundheitlich geht es ihm nicht besonders. Dennoch hat er zugesagt, als einer von zwei Wegbegleitern bei Carinas Ordination zu assistieren. Schließlich war er es, der Carina damals für die Theologie begeistert hatte. In seinem Religionskurs hatte sie sich zum ersten Mal die großen Fragen des Lebens gestellt. Sie hofft, dass sie selbst auch in den nächsten Jahren den ein oder anderen Schüler bzw. Schülerin für ein Theologiestudium interessieren kann. „Wir möchten alles so machen, als würde uns jemand dabei über die Schulter gucken.“, hatten sich die drei Freunde Carina, Isabell und Joris gegenseitig geschworen. „Wenn wir unseren Beruf gut machen, wollen auch andere beruflich das Gleiche machen.“

Carinas Ordination findet am Sonntag in einem feierlichen Gottesdienst statt. Dort werden sie sich alle wiedertreffen: Carina, Isabell, Joris, Simon, Lina. Micha und Levi sind natürlich auch dabei. Es ist gängige Praxis ihrer Kirche, dass alle Ordinanden zwei Assistentinnen bzw. Assistenten mitbringen. Als zweite Assistentin hat sich Carina die Pfarrerin der Erlösergemeinde gewünscht. Hier hatte sie während ihres Studiums ihre ersten Schritte im Unterrichten von Konfirmandinnen und Konfirmanden gemacht. In dieser Zeit war Carinas Entschluss gereift, nach dem Studium ins Vikariat zu gehen, um Pfarrerin zu werden.

Während der Ordinandenrüste vor ein paar Wochen waren sie auch den so genannten Ordinationsvorhalt durchgegangen. Carina konnte die Ordination seitdem eigentlich nicht mehr erwarten. Denn sie hatte schon in den ersten Monaten in ihrer Gemeinde gemerkt, dass sie diese ausdrückliche Beauftragung und das Versprechen ihrer Kirche, ihr in ihrem Dienst beizustehen, braucht. „Hilf den Menschen, im Glauben dankbar zu leben und getröstet zu sterben. GIb keinen verloren.“ Zwei Sätze, die Carina ihr gesamtes berufliches Leben begleiten und stärken werden.

(Aus der Agende „Berufung – Einführung – Verabschiedung“)

/dk

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